Shelfie: In 5 Schritten zur nachhaltigen Kosmetik

Shelfie: In 5 Schritten zur nachhaltigen Kosmetik

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Du willst nachhaltiger auf allen Ebenen werden, aber dein toxischer Beauty-Kram fliegt dir immer noch um die Ohren? Mit diesem 5-Schritte-Plan erhältst du die Oberhand über dein Chaos und wirst organisiert as fuck…

1. Aufbrauchen

Der nachhaltigste Weg ist sicherlich deine Produkte erstmal aufzubrauchen. Wenn du bis jetzt noch nicht dran gestorben bist, wird sich das auch in Zukunft nicht so schnell ändern – wahrscheinlich. Bei mir war das schlicht unmöglich, da ich so dermaßen viele Produkte angehäuft hatte, dass ich fast alles verschenkt habe. Manchmal weiß man auch einfach nicht, wie es soweit kommen konnte und dann legt sich auf einmal ein Schalter in deinem Gehirn um, es macht klickt und plötzlich weißt du, dass 99 Prozent der Produkte auf dem Markt Bullshit sind.

Bei mir fing es 2015 an und nach den schlimmsten Hautproblemen meines Lebens Anfang 2016, vermutlich ausgelöst durch traumatischen Stress zu dieser Zeit, war komplett Schluss mit toxischen Inhaltsstoffen und ich fing an, meine Kosmetik zum größten Teil selbst herzustellen.

Also raus mit all dem Kram und mach dir einen Überblick von dem Schlamassel. Trenne dich von alten Produkten, die schon ihren Geruch, ihre Farbe und Konsistenz verändert haben. Beschenke Freunde und Familie mit den restlichen Produkten oder verwende sie selbst, wenn du möchtest. Selbstverständlich kannst du ungeöffnete, teurere Produkte auch gut auf Kleiderkreisel und Ebay verkaufen. Bei günstiger Kosmetik lohnt sich der Aufwand nicht, denn es kommen immer noch Versandkosten hinzu.

2. Capsule Collection

Ich kann es nicht leugnen, ich bin süchtig nach Listen und würde auch dir empfehlen, erstmal aufzuschreiben, welche Produkte du überhaupt brauchst. Ich bin zum Beispiel nie ein Fan von Bodybutter gewesen, aber ein paar Öle brauche ich schon in meiner Sammlung. Überlege, was zu deiner neuen Capsule Collection gehört. Das gibt dir einen guten Überblick über das, was du wirklich benutzt. Du kannst auch eine Top 5 küren, die immer mit auf Reisen kommen. Bei mir wäre das wahrscheinlich Seife, Apfelessig, Arganöl, Serum und eine Maske. Meine dekorative Kosmetik-Auswahl habe ich euch bereits in einem anderen Blogpost vorgestellt und hat sich bis heute nicht verändert – und wird es so schnell auch nicht 😉

3. DIY

Jetzt wird’s spaßig. Welche Produkte, die du verwenden möchtest, kannst du selbst machen? Do-it-yourselfs sparen in den meisten Fällen nicht nur Geld, du kannst die Produkte auch perfekt auf dich „zuschneidern“ – das liebe ich am meisten daran. Ich kann den Duft bestimmen, die Verpackung, die Inhaltsstoffe, ich lerne immer was Neues dazu und etwas Selbstgemachtes ist auch immer toll zum Verschenken. Für Anfänger eignet sich ein Basisöl wie Mandel– oder Jojobaöl gemischt mit einem ätherischen Öl als Bodylotion, Bade- oder Massageöl. Auch ein Deo aus Kokosöl, Natron und deinem Lieblingsduft ist easy angerührt. Im Internet findest du unzählige Rezepte, mit denen du experimentieren kannst. Meine Lieblingsutensilien sind Arganöl, Wildrosenöl und ätherische Öle wie Lavendel, Kamille und Zitrone. Neben duftenden Körperölen, habe ich schon Gesichtsöle passend zu meinem Hauttyp gemischt, Deospray und -Creme, Zahnpasta und Mundspülungen, Haar- und Gesichtsmasken mit Lavaerde und ätherischen Ölen, Gesichtswasser, Haarduft und mehr. Du kannst ganz simple Zutaten verwenden und mit ein paar Inhaltsstoffen kannst du eine große Bandbreite an Produkten herstellen. Dazu tust du auch der Umwelt einen großen Gefallen, wenn du Plastikflaschen reduzierst und zu „Rohstoffen“ in nachhaltiger Verpackung greifst. Diese kannst du sogar oft wiederverwerten, wenn sie beispielsweise in einer Glasflasche kommen. So habe ich immer ein paar Flaschen auf Lager für Körperöle, Mundspülung und Co.

Tipp: Richtig leicht macht du es dir mit einem Öl, das du zum Abschminken, als Gesichtsreinigung, Gesichtsöl, Körperöl, Nagelöl, Massageöl und Badezusatz verwenden kannst. Unglaublich, wie viele Produkte allein mit einem Öl eingespart werden können.

4. Inhaltsstoffe prüfen

Jetzt haben wir im Optimalfall schon einige Produkte, die wir nicht mehr kaufen müssen, denn wir sind DIY-Profis. Trotzdem gibt immer das ein oder andere Produkt, dass wir unbedingt haben müssen – ja, müssen! Aber weil uns ja nun bewusst ist, wie viel Gift in Kosmetikprodukten sein können, prüfen wir vor jedem Neukauf die Inhaltsstoffe. Nichts ist leichter als ein Blick in die Codecheck-App, die ich schon seit vielen Jahren nutze.

Spülung ist beispielsweise ein Produkt, dass ich noch nie selbst hergestellt habe und ich spiele mit dem Gedanken, nach fast einem Jahr „Water Only“ hin und wieder Conditioner zu verwenden. Also überlege ich, welches Produkt ich mir kaufen will und frage die App, welche Inhaltsstoffe bedenklich sind. Meiner Meinung nach sollten wir nur Produkte mit einem grünen Kreis verwenden. Sind die Inhaltsstoffe in einem Produkt kritisch, so ist ein Teil des grünen Kreises rot. Prüft also vorher immer, dass keine Silikone, Parabene oder weitere gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe enthalten sind. Auch merke ich immer wieder, dass Sulfate meiner Haut nicht gut tun, was ja auch klar ist, denn es handelt sich hier um waschaktive Substanzen wie Tenside, die unsere Haut austrocknen. Aber die Kosmetikindustrie hat ja für alles eine Lösung und zack, landet die Körperbutter auch noch im Einkaufskörbchen. Wer aus diesem Teufelskreis aussteigen möchte, sollte sich mit einer milden, pH-neutralen Seife waschen, kann Wascherde ausprobieren und überlegen, warum die Haut so trocken ist. Nimmst du die falschen Produkte? Trinkst du zu wenig? Ist dein Körper mit ausreichend Mikronährstoffen versorgt? All das und noch mehr hat Auswirkung auf unser größtes Organ: Unsere Haut.

Long story short: Wenn du dir ein neues Produkt kaufen willst, prüfe vorher die Inhaltsstoffe und am besten ebenso, ob es tierversuchsfrei, vegan und nachhaltig ist. Wir müssen nicht sofort Jesus werden, aber hin und wieder drauf zu achten, wie die Produkte hergestellt wurden, sollte schon drin sein 😉

5. Wunschliste für zukünftige Produkte schreiben

Hamsterkäufe, wer kennt es nicht. Da ist ein Produkt im Angebot und wir sparen 20 Cent, schon rasselt es in unserem Gehirn und wir horten mehr als so mancher Prepper. Die schwierigste Aufgabe ist sicherlich, ein Produkt erstmal aufzubrauchen, bevor wir es ersetzen. Oft haben wir auch schon duzende Back-ups im ganzen Haus versteckt. Sollte aber der vorbildliche Fall eintreten und du hast wirklich nur ein Produkt aus einer Produktkategorie – sprich du hast also nur noch ein Serum, aber wirklich nur noch ein Serum – dann kann ein neues Serum schon auf die Wunschliste geschrieben werden.

Oft haben wir gar keine Ahnung, was wir alles besitzen. Am besten du machst dir erstmal einen Überblick, suchst alle Produkte zusammen und sortierst sie dann nach Kategorie. Alles was doppelt und dreifach auftaucht, du aber weiterhin benutzen möchtest – ansonsten bitte zu Punkt 1 wechseln – kommt in eine Back-up-Kiste. Streber können sich dann noch eine kleine Inventurliste aufkleben, dann weiß man direkt nach einem kurzen Blick, wann der Vorrat wieder aufgestockt werden darf.

Hier kommen wir nämlich zu meinem Lieblingspunkt: Die Wunschliste. Wenn wir ein Produkt sehen, dass Schnappatmung in uns aufkommen lässt, bitte schön, schreib es auf die Wunschliste. Und wenn dann der Tag gekommen ist, an dem all deine Gesichtsmasken aufgebraucht sind, dann kannst du dich mit einer Neuen belohnen, die zuvor geduldig auf der Liste auf ihren Einsatz gewartet hat. Denn oftmals greifen wir mal hier zu, mal dort und schon sind wir wieder drin, in unserem unachtsamen Kosmetikkonsum. Aber nicht mit uns, wir sind jetzt bewusst und achtsam und wir kaufen nur noch das, was wir lieben, was uns gut tut und wir auch verwenden können. Wenn du nach diesem Schema deine Kosmetikprodukte zusammenstellst, bleibt auch Geld übrig für andere schöne Dinge oder für so richtig krasse High-End-Naturkosmetik von Amazingly. Der Shop hat meiner Ansicht nach die beste Auswahl, wenn man auf hochwertige und nachhaltige Kosmetik steht. Ansonsten kann ich Lovely Day mit bestem Gewissen empfehlen. Immer wenn ich was neues „brauche“, schaue ich erstmal dort oder bei Amazingly. Weil ich es mir Wert bin!

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