You are currently viewing Kambô-Zeremonie: Der ultimative Kambô-Guide – Meine Erfahrung mit der Froschmedizin

Kambô-Zeremonie: Der ultimative Kambô-Guide – Meine Erfahrung mit der Froschmedizin

Ok Leute, das wird wahrscheinlich ein langer Prozess hier. Aber wenn ich an deiner Stelle wäre und ich würde mich für eine Kambô-Session interessieren, bin ich einer dieser Menschen, der sich über genaue und ausführliche Erfahrungsberichte freut.

Was ist Kambô?

Kambô ist das Hautsekret eines Frosches aus dem Amazonas namens Phyllomedusa bicolor, einem Riesenmakifrosch. Es wurde oder wird traditionell von indigenen Stämmen wie den Katukina, Yawanahua, Cashinahua und Matses als Medizin verwendet. Ebenso für Energie, Stärke und Ausdauer auf der Jagd, zur körperlichen und seelischen Reinigung, bei super vielen Krankheiten und vielem mehr.

Infografik: Was ist Kambô

Kambô enthält eine große Anzahl verschiedener bioaktiver Peptide, die für die physiologischen Wirkungen verantwortlich sind. Das charakteristischste ist die Stimulierung der Magen-Darm-Motilität (Bewegungsfähigkeit), die zu Erbrechen und Durchfall beiträgt. 

Kambô zeigt keinerlei halluzinatorische oder psychoaktive Wirkungen. Nachdem das Sekret auf deiner Haut aufgetragen wurde, wirkt es innerhalb weniger Sekunden oder Minuten. Je nach Dosis hält die akute Wirkung etwa 5 bis 20 Minuten an. Dosierung und Wirkungen hängen von der Anzahl der aufgetragenen Punkte ab und sind komplett individuell. 

Kambô. Ich hatte es schon hin und wieder gehört, auch oft in Zusammenhang mit Pflanzenmedizin – wie ich finde ein super spannendes Thema. Vor einigen Jahren habe ich Valentin (aus dem verlinkten Interview) random auf einem vegan Lifestyle Market in Berlin “kennengelernt”, wurden Facebook-Freunde und Jahre später habe ich gesehen: Er gibt Kambô. 

Kurz darauf habe ich ihn in meinen Podcast eingeladen. Hör dir super gerne unsere Gemeinsame Podcastfolge an, wie er mit und durch Kambô seine Berufung gefunden hat und was er durch Kambô transformieren konnte. 

Trotz der Folge konnte ich mir noch nicht wirklich vorstellen, was ES ist, WIE der Prozess wirklich abläuft und wie Kambô sich in mir anfühlt. Es gibt diese bekannte Vice-Reportage über Kambô. Und ich habe auch schon in einem anderen Podcast von einer Kambô-Erfahrung gehört: “Dir geht es über 30 Minuten so richtig, richtig schlecht. So schlecht wie noch nie.” Und da dachte ich schon: Ok, krass. Wie fühlt sich so richtig, richtig schlecht an? 

Da ich Kambô mit Pflanzenmedizin und Psychedelics in einen Topf geschmissen habe, hatte ich ganz andere Erwartungen an die Froschmedizin. Kambô hat so gar nichts mit Psychedelics zu tun. Aber so hatte ich es eingeordnet. Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen, was und wie es ist. Deswegen: Studieren geht über Probieren. 

Long story short: Viele Monate war Kambô auf meiner “To-Do-Liste” oder eher Bucket-List, es hat sich aber zeitlich leider nicht ergeben. Im April (2021) bin ich dann nach Bali geflogen und habe auf einer Party Menschen kennengelernt – es war Freitag –, die mir erzählt haben, dass sie am Montag eine Kambô-Zeremonie bei sich Zuhause machen und gefragt haben, ob ich dabei sein will. 

Ich habe sofort gefühlt, dass jetzt der richtige Moment für diese Erfahrung ist. Also habe ich 2 Tage später meinen Rucksack gepackt, um mich in ein luxuriöses Resort in Ubud einzumieten. Manchmal hatte ich Zweifel, ob die Person, die die Kambô-Session macht auch “professionell” ist oder ob die Menschen dort der richtig Kreis für mich sind. Deswegen zog ich meine Spirit Animal Karten zu Rat. “Pack your bags” hieß es. Dazu super viele Angel Numbers in dem Chat-Verlauf mit einer Person der Gruppe – divine feeling. Ich habe mich sehr geguided gefühlt und konnte somit auch mehr und mehr Vertrauen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. 

Meine Erwartungen

Ich hatte die Erwartung, dass ich wahrscheinlich brechen muss. Da ich in den letzten Jahren viele Erfahrungen mit Psychedelics gesammelt habe, dachte ich, ich bin “hart gesotten” was neue Substanzen angeht. Ich hatte durch verschiedene Erfahrungen schon mehrmals das Gefühl, dass ich gleich sterbe. Obwohl das natürlich oft Bullshit aus dem Ego ist. 

Ich konnte mir so gar nicht vorstellen, wie Kambô wirkt. Wie witzig, dass wir manchmal keine Vorstellungskraft darüber haben, wie etwas ist, wenn wir es nicht kennen. Es ist quasi nicht in unserem Horizont, in unserem Bewusstsein. Deswegen war ich einfach nur gespannt, endlich zu wissen, WIE es ist. 

Meine Erfahrung

Am Tag der Kambô-Zeremonie habe ich ein paar Sachen eingepackt und bin zum Haus gefahren, wo ich mich mit der Gruppe getroffen habe. Als ich nach der Rollerfahrt auf mein Handy geschaut habe war es 11:11. Ok universe, I trust you. 

Ich hatte das Gefühl, dass keiner wirklich vorbereitet war und habe auch gemerkt, dass ich mit der Gruppe kein soul-match bin. Ich hatte die Erwartung, dass wir unsere Intentionen teilen, gemeinsam journaln und meditieren, aber eigentlich waren alle fast die ganze Zeit am Handy. Deswegen habe ich entweder mit dem Hund gespielt oder draußen in mein Journal geschrieben und mich mit meinen Intentionen verbunden. 

Eine Frau und ein Mann sind dann irgendwann gekommen, um den Space auf dem Balkon oben zu gestalten. Sie hatten beide einen schönen Vibe und ich würde sie beide als “schamanisch” bezeichnen. Auch nicht so wannabe spiritual, sondern sehr devoted to the medicine und authentisch. 

Wir waren 2 Frauen und 3 Männer, die Kambô bekommen haben. Jeder hatte genug Platz mit ein paar Kissen. Ich saß mit dem Rücken zum Balkongeländer und konnte mich dort auch gut anlehnen. 

Der Space war schön “eingerichtet” mit Kristallen, Hölzern, Rasseln und der Mann mit dem schönen Vibe hat tolle Kambô-Musik gespielt. 

Jeder trinkt ein paar Liter, bis es nicht mehr geht. Ich habe versucht etwa 3 Liter zu trinken, was mir schon relativ schwer fiel. Das ist wirklich sehr viel Wasser über einen Zeitraum von etwa 30 Minuten. Aber das nächste Mal würde ich versuchen noch mehr zu trinken, weil das Erbrechen sonst schwerer fällt. 

Alissa, die Frau mit dem schönen Vibe, hat uns dann nach und nach die Medizin verabreicht. Ich war als Dritte dran und konnte vorher sehen, wie es abläuft und wie die zwei aus der Gruppe auf Kambô reagieren – was nicht unterschiedlicher hätte sein können. Von leichtem Exorzismus bis zu stillem Kotzen war jetzt schon alles dabei. 

Am meisten Angst hatte ich vor dem Schmerz, wenn das glühende Holzstäbchen meine Haut verbrennt. Drei kurze Piekser auf meinen rechten Oberarm und schon war es vorbei. Für den Anfang wollte ich mit 2 Punkten starten, um ein Gefühl für die Medizin zu bekommen, aber es wurden dann 2,5. Maximal drei wurde uns Frauen empfohlen. 

Die Anzahl der Punkte ist super individuell. Es gibt Menschen, die können 10 Punkte handeln, aber es kommt immer auf die Qualität und den Menschen drauf an. Ich dachte immer, ich bekomme so 4 bis 5, aber Deutschland ist nicht Bali. Ich hatte auch gehört, dass es in tropischen Ländern viel stärker anschlägt als zum Beispiel in Deutschland. Und es kommt drauf an, wie frisch und potent die Medizin ist. 

Es geht los …

Infografik: Kambô-Tattoo

Alissa, die Frau, die mir Kambô gegeben hat, kratzt eine Art Schleim auf einem Holzstäbchen zusammen und macht ein paar Knubbel aus der Substanz. Das sieht aus wie Popel. Ich fühle mich zu diesem Zeitpunkt auch wirklich gelassen und bin gespannt auf die Erfahrung. Sie trägt mir die Medizin auf meine offenen Punkte am Oberarm auf und ich merke direkt, wie meine Umgebung verschwimmt und wie sich etwas in mir zusammenzieht. 

Ich hatte nicht damit gerechnet, wie plötzlich alles kommt. Ich war instant in meinem Prozess. Mir wurde heiß und kalt. Herzklopfen. Ich habe angefangen zu schwitzen. Fontänenartig verlässt das Wasser in meinem Magen meinen Körper. Es fühlt sich ganz ok an zu kotzen, weil mir sooo schlecht ist. Die nächste halbe Stunde denke ich einfach nur, dass es bald wieder vorbei ist.

Ich sitze die ganze Zeit im Schneidersitz, vor mir ein großer Eimer, in den ich meinen Kopf halte. Schweiß läuft an der Seite von meinem Gesicht runter. Mein Bauch tut weh. Irgendwann ist das Wasser in meinem Magen aufgebraucht und es fühlt sich sehr unangenehm an zu brechen. Als würdest du Galle kotzen und es fühlt sich auch sehr sauer in der Speiseröhre an. 

Irgendwann ist meine ganze Nase verstopft, was auch sehr unangenehm ist. Ich muss nach dem Kotzen aus meinem Mund atmen. Irgendwann schaffe ich es meinen Mund auszuspülen und alles beruhigt sich etwas. 

Ich habe zwar kein richtiges Zeitgefühl, aber schätze, dass es mir etwa 30 Minuten richtig schlecht ging, nachdem ich die Punkte bekommen habe. Danach habe ich über 30 Minuten liegend darauf gewartet, bis es mir wieder besser geht. 

Vor allem mein Unterbauch hat sich sehr unangenehm angefühlt. Ich weiß, dort liegen eine Menge Blockaden. Generell bin ich überrascht, wie schlecht es mir während dem Prozess ging. Damit hatte ich echt nicht gerechnet. 

Überraschung – schlimmer als gedacht

Ich wusste, ich werde viel kotzen und hatte Angst, mir in die Hose zu machen, aber ansonsten wird es “cleansing” und kann mich gut mit mir verbinden. War auch irgendwie so, aber mit einem seeeehr unangenehmen Körpergefühl. Ich habe mich körperlich wirklich noch nie sooo schlecht gefühlt. Außer vielleicht bei den Drogenerfahrungen, wo ich dachte ich sterbe. Aber auch dieses Sterben sehe ich sehr symbolisch dafür, dass etwas in mir stirbt. Und irgendwann geht es mir immer wieder gut. Ich habe einfach so ein krasses Vertrauen, dass wir nichts wirklich passieren kann, weil ich unendlich bin. Aber ich würde jetzt nicht jeden scheiß machen, vor dem ich Angst habe, nur weil ich weiß, mir kann eh nichts passieren. Natürlich kannst du bei allem quasi sterben und dann ist bist du wahrscheinlich erstmal game over. 

Als ich mit dem Brechen quasi fertig war und mich hinlegen konnte, war mir immer noch ziemlich schlecht und ich hatte Schmerzen in meinem Unterbauch. Ich habe mich einfach in diesem Moment gehalten, mir Raum für diese Erfahrung gegeben. Ich war stolz auf mich, den Space für mich zu halten. Meine rechte Körperseite (meine männliche Seite), hat meine linke Seite (meine weibliche Seite) gehalten. Mein rechter Arm hat meine linke Seite gehalten. Ich kann meine Gefühle und Gedanken nicht wirklich wiedergeben, aber es war für mich wirklich sehr transformierend. Eine große Erkenntnis habe ich dadurch mitgenommen: Ich kann mich in jeder Situation halten. 

Seit dieser Erkenntnis habe ich immer wieder darüber nachgedacht. Sie gibt mir sooo viel Kraft für meinen eigenen Weg. Egal, wie viel Schmerz ich in meinem Leben schon erfahren habe, wie negativ meine Emotionen sind oder wie viel Schmerz noch kommt: Ich lebe. Ich bin stark und kann mich in jedem Prozess halten. 

Normalität kehrt wieder in …

Manchmal hatte ich die Augen auch wieder offen, aber ich gehe gerne tief in meine Prozesse. Irgendwann hat die Gruppe wieder mehr geredet und ich hatte das Gefühl, ich müsse jetzt wieder mehr da sein. Ich hätte mir aber gewünscht, noch länger dort ungestört liegen zu können und kann nur empfehlen, achtsam mit den Teilnehmern in der Gruppe zu sein, wenn jemand länger im Prozess ist oder freiwillig länger eingetaucht bleiben möchte. 

Meine Nase war noch ziemlich zu. Nase putzen hat aber nie wirklich was gebracht. Auch das war wieder ein sehr unangenehmes Gefühl. Ein paar Minuten später hat mir Alissa, die Kambô-Practitionerin, Rapé in meine Nasenlöcher geblasen, was mir wieder mehr Erdung und Klarheit gebracht hat. Rapé ist kurz gesagt eine schamanische Asche aus Tabak und Pflanzen – ist aber ein ganzer Blogpost für sich wert. 

Irgendwann bin ich zur Toilette und konnte auch wieder gut laufen. Dann war ich ziemlich erschrocken von meinem angeschwollenen Gesicht im Spiegel, war duschen und habe mich umgezogen. Dadurch habe ich mich viel fresher gefühlt. Später habe ich dann die Papaya vorbereitet und gegessen. Meine erste Nahrung nach etwa 24 Stunden fasten. 

Ein Teil der Gruppe musste sich dann noch um Geld kümmern, was ich super unnötig fand. Als hätte ich Bock nach einer Kambô-Session mit dem Roller zu einem Geldautomaten zu fahren. Aber wie gesagt, keiner aus der Gruppe war wirklich vorbereitet, keiner hat Obst geteilt oder vorbereitet, ein paar mussten sich noch um Bargeld kümmern. 

Als ich mich wieder halbwegs normal gefühlt habe, bin ich dann mit dem Roller wieder in mein cooles Hotel gefahren und habe mich dort entspannt. Ich bin froh, dass ich eine richtige Unterkunft hatte und für mich sein konnte. 

Meine Kambô-Zeremonie Packliste

  • 3+ Liter Wasser (Raumtemperatur)
  • Edelsteine – Ich nehm immer ein paar Edelsteine mit, aber ist – of course – optional
  • Kartendeck – Orakelkarten oder Tarotkarten, wenn du Bock auf Kartenlegen hast
  • 1-2 große Tücher – Ich habe ein großes, buntes Tuch, das mir das Gefühl von Zuhause gibt, in dem mich gut einwickeln kann
  • bequeme Klamotten + Ersatzklamotten!!! – Zwiebellook für unterschiedliche Temperaturempfindungen und keep in mind: Körperflüssigkeiten können aus allen Öffnungen kommen!
  • Obst – Ich habe eine Papaya mitgenommen, die ich nach der Zeremonie mit den anderen geteilt habe
  • Bargeld
  • Ätherische Öle – finde ich persönlich sehr wichtig: Zitrone (Handgelenke), Pfefferminze (im Nacken), Chakra-Öle, Weihrauch (Fußsohlen oder Kronenchakra) sind meine Favorites für Zeremonien. Für diese Körperstellen nehme ICH diese Öle, nur so als Beispiel. 
  • Deine eigene Kuripe, wenn du eine hast, falls du Rapé vor oder nach der Zeremonie nehmen willst
  • Haargummi, Gesichtsspray, Aura Schutz, blabla 

Das ist MEINE Packliste. Du darfst immer einchecken, was hilft dir in deinen Prozessen, wenn du in einer fremden Umgebung bist und es kommt auch immer drauf an, wo du eine Kambô-Zeremonie machst und wer sie hält. Die Zeremonie, auf der ich war, war seeeehr gut aufgestellt mit verschiedenem Equipment, Musik, reinigenden Tools wie Copal, Palo Santo, Rapé. Aber ich wusste nicht, wie professionell die Zeremonie wird, deswegen nehm ich einfach immer erstmal ALLES mit, was ich gebrauchen könnte. 😅

Ein kleiner Auszug meiner Intentionen zur Inspiration, was ich mir von Kambô gewünscht habe:

Infografik: Meine Intentionen
  • mehr Fokus und Klarheit
  • Reinigung und Entgiftung
  • mehr Verbundenheit zu mir
  • Bad habits ablegen, die mir nicht mehr gut tun
  • Rebirth 
  • keine Cravings in Bezug aufs Rauchen, Zucker und Lebensmittel, die mir nicht gut tun

Set & Setting

Set: Mit Set ist dein Mindset und deine mentale und emotionale Verfassung gemeint. Ich fühle mich immer wohler, wenn ich klar in meiner Intention bin und wahrhaftig fühle, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin. Trotzdem sehe ich Kambô als Medizin, die auch bei Angststörungen und Depressionen helfen kann und viel Heilung bringen kann. Da Kambô aber nicht psychoaktiv wirkt und keine psychotrope Substanz ist, die die menschliche Psyche beeinflusst, hatte ich keine “Angst”, dass irgendwas krasses mit mir passieren kann. Checkt trotzdem immer (bei Gedenken) mit eurem Kambô-Practitioner:in ein. 

Setting: Setting bezeichnet die Umgebung. Obwohl wir eigentlich wissen, dass ACID in der U-Bahn keine gute Idee ist, machen es trotzdem Leute. Mittlerweile schaue ich, dass ich für alle meine Erfahrungen eine schöne Umgebung schaffe. Die Menschen sind wichtig, wer den Space hält und Kambô gibt, die Musik, die Düfte, Natur. Mach dir im Vorfeld gerne Gedanken über mögliche Störfaktoren und wie du sie aus dem Weg räumst.

Do’s 

  • Seeeeehr viel trinken (etwa 3 Liter) – es lohnt sich
  • Alles vor der Zeremonie besorgen und vorbereiten
  • im Idealfall: 3-7 Tage freinehmen, um dir Zeit für deine Transformation und die Erfahrung zu nehmen 
  • 8 bis 12 Stunden vor der Behandlung nichts essen und kein Wasser oder Getränke 2 Stunden vorher 
  • 24 Stunden vorher oder nachher kein Alkohol oder Drogen (besser auch länger 😉)
  • Gut erholt zur Zeremonie erscheinen – guter Schlaf is key
  • Journaling – Intentionen aufschreiben und deine Wünsche an die Medizin

Dont’s 

Infografik: Good to know
  • sich nicht an die Anweisungen halten
  • Kambô nicht bei folgenden Bedingungen anwenden: 
    • Schwere Herzprobleme
    • Schlaganfall
    • Medikamente gegen niedrigen Blutdruck
    • Aneurysmen oder Blutgerinnsel
    • wenn du keine Entscheidung treffen kannst, ob eine Kambô-Zeremonie das Richtige für dich ist
    • Schwerwiegende psychische Probleme (außer Depressionen und Angstzustände)
    • wenn in den nächsten 4-6 Wochen nach der Kambô-Zeremonie eine Chemotherapie ansteht oder Radiologie angewendet wird 
    • Während Immunsuppressiva für Organtransplantationen
    • Schwangerschaft oder geplante Schwangerschaft
    • Frauen, die ein Kind unter 6 Monaten stillen
    • Addison-Krankheit
    • aktueller und schwerer Epilepsie
    • Erholung von einem großen chirurgischen Eingriff
    • Borderline-Persönlichkeitsstörung
    • Alter unter 18 Jahren
    • bei Tiere
    • Wenn vor kurzem Bufo, Iboga oder Ibogaine eingenommen wurde (6 bis 8 Wochen warten)
  • Vorsicht bei: 
    • Immunsuppressiva gegen Autoimmunerkrankungen
    • Nahrungsergänzungsmittel zum Abnehmen oder Schlafen (auch Natürliche wie Serotonin und Melatonin)
    • Aktive Drogen- oder Alkoholsucht
    • Langzeit- oder Wasserfasten für 7 Tage vor und nach Kambô
    • Drei Tage vor und nach der Kambô-Zeremonie auf Darmreinigungen, Einläufe und jede Entgiftung auf Wasserbasis, Sauna und Hot Yoga vermeiden
    • Bulimie
    • Bei Asthma Inhalator mitbringen
    • Diabetiker sollten die Behandlung im Voraus besprechen
    • Kambô kann Menstruationsfluss und -Krämpfe verstärken
  • Sofortigen Heilungsprozess erwarten: emotionale oder körperliche Probleme können sich nach der Behandlung kurzfristig verstärken

Kissed by the Frog – Gesichtschwellung durch Kambô

Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Ich hatte gelesen, dass Kambô einige Schwellungen im Gesicht hinterlassen kann und dass diese innerhalb 24 Stunden verschwinden. In diesem Moment habe ich mir so gar nichts dabei gedacht. Es gibt eh tausende Eventualitäten, die abgedeckt werden, aber als ob ich eine Schwellung im Gesicht haben werde. 

Als ich kurz nach der Kambô-Zeremonie ins Bad gegangen bin und mich dort im Spiegel gesehen habe, war ich wirklich schockiert. Mein Gesicht war nicht nur geschwollen, sondern aufgebläht. Meine Lippen sahen aus, als hätte ich sie mir gerade richtig krass aufspritzen lassen. Selbst meine Augenlider waren angeschwollen. Ich sah gar nicht mehr wie ich selbst aus. Natürlich hat sich das im Laufe des Tages etwas wieder gelegt, aber komplett abgeschwollen war mein Gesicht erst 2 Tage später. Erst dann hatte ich das Gefühl, dass ich wieder komplett wie ich selbst aussehe.  

Ich habe dann etwas recherchiert und einen spannenden Artikel gefunden. Man nennt die Gesichtschwellung auch Frog Face. Und ja, ich sah etwas aus wie ein Frosch. Nach dem Artikel habe ich mich etwas besser gefühlt. Kissed by a frog heißt es dort:  “My clients and I consider it a badge of honor! We feel accomplished and proud to wear the frog face after an amazing Kambô cleanse.”

Wie du das Frog Face verhinderst

Ich denke, durch meine Haltung habe ich das Frog Face extrem begünstigt. Ich hatte die ganze Zeit während dem Erbrechen meinen Kopf in den Eimer vor mir gehalten. Das nächste Mal würde ich aufrechter sitzen. Flüssigkeiten können sich sonst im Gesicht sammeln, was zur Schwellung führt. In unserer Gruppe hatten nur 2 von 5 Leuten ein angeschwollenes Gesicht. Meins war sehr stark angeschwollen. Hier ein paar Tipps, wie du Schwellung vermeidest bzw. reduzierst: 

  • Aufrechtes Sitzen, gerade Wirbelsäule wie bei der Meditation
  • Ausruhen und Schlafen mit erhöhtem Kissen
  • Wärme, um Flüssigkeit abfließen zu lassen
  • Kälte zum Abschwellen – probiere erst Wärme, aber es kommt drauf an, bei wem was hilft

Mögliche Effekte von Kambô

Kleiner Disclaimer: Indem ich diesen Post schreibe, fließt immer meine Interpretation mit ein. Kambô kann alles und nichts heilen. Es kommt individuell auf deinen Prozess an. Für mich habe ich es so verstanden, dass Kambô dir immer das gibt, was du am meisten brauchst, auch wenn es nicht in deinem Bewusstsein ist. 

Jeder Heilungsprozess ist individuell und Kambô ist eine Medizin, die ich unbedingt ausprobieren wollte. Ich muss dazu sagen, ich bin eigentlich nie krank. Mir geht es auf allen Ebenen sehr gut. Ich fühle mich die meiste Zeit glücklich und erfüllt. Ich habe natürlich trotzdem Themenbereiche, die ich noch verbessern möchte und denen ich mich widme. Es gibt nie Heilungsversprechen und jeder hat eine andere Vorstellung von Heilung und Medizin. Du hast die Verantwortung für deine Gesundheit und deine Heilungsprozesse. 

Hier ein paar mögliche Effekte von der Froschmedizin:  

  • Klarheit, Konzentration, Fokus
  • Ausgeglichenheit, Ruhe, Stressresistenz, Resilienz
  • verbesserte Stimmung
  • mehr Energie, bessere Ausdauer
  • erhöhte Frequenz → und damit auch irgendwie (Ver)Stärkung unserer Sinne, Hellsinne, Intuition, Verbundenheit mit uns selbst und unserer Vision
  • Heilung von Krankheiten auf jeglicher Ebene
  • Reinigung und Entgiftung
  • Stärkung des Immunsystems,  verbessert die Abwehrsysteme des Körpers
  • emotionaler Ebene Blockaden lösen, hilft Herausforderungen zu meistern
  • reinigt die Seele, das Energiefeld, richtet Chakren neu aus, Auflösung von karmischen Verstrickungen
  • Unterstützung negative Gewohnheiten loszulassen
Infografik: Mögliche Benefits

Kambô kann dich bei den Themen unterstützen, die dir bewusst sind und die in deinem Unterbewusstsein sind. Setze dir Intentionen und verbinde dich mit der Medizin, damit sie dich bestmöglichst bei deiner Heilung unterstützt. 

Welche Wirkungen haben sich für mich gezeigt?

Ich glaube daran, dass sich die Wirkung vor allem in den Wochen nach der Zeremonie zeigt. In den ersten Tagen konnte ich spüren, dass ich präsenter war, mehr im Jetzt und dass ich für die kleinen Dinge im Leben noch dankbarer war als sonst. Dass ich noch mehr das Wunder sehe. 

Ich habe hier ein paar persönliche Effekte und Wirkungen nach meiner Kambô-Session aufgeschrieben, aber ich muss dazu sagen, dass ich generell mein Leben auf Wachstum ausgerichtet habe, alle zwei Wochen online mit meiner schamanischen Heilpraktikerin arbeite und mit meinem Business Coach, dazu verschiedene Kurse mache, um an meinen Themen zu arbeiten. Das gibt mir natürlich enorm das Momentum dahin zu kommen, wo ich sein möchte, mich zu reflektieren, mich wertschätzend zu behandeln and so on. 

  • mehr Klarheit
  • Verbundenheit mit mir selbst, meine Sinne und Hellsinne
  • mehr Dankbarkeit und Präsenz im jetzigen Moment
  • Unterstützung bei negativen Gewohnheiten
  • kein Craving mehr zu rauchen
  • weniger Craving Zucker zu konsumieren
  • Mehr Fokus meine Ziele zu erreichen

Ethischer Aspekt von Kambô

Ich selbst lebe zu etwa 95 Prozent vegan und liebe Tiere über alles. Ich finde es super, wenn man sich vor einer Kambô-Zeremonie die Frage stellt, ob es nicht Tierquälerei ist, einem Frosch sein Hautsekret zu stehlen. 

Und ja, ich finde es hat einen negativen Beigeschmack. Trotzdem befürworte ich die Anwendung von Kambô als Veganerin. Warum?

Kambô wird als ein Wesen oder ein Geist angesehen, der für den Heilungsprozess verantwortlich ist. In diesem Szenario wird der Frosch mit Respekt behandelt und niemals verletzt, denn nach amazonischem Glauben würde ein Schaden den Tiergeist verärgern und somit nicht heilen. Nach der Extraktion des Sekrets wird der Frosch wieder in den Wald entlassen.

Ich habe auch mal gehört, dass der Frosch eine sehr hohe Frequenz hat und durch die Behandlung mit Kambô auch wir als Menschen uns dieser Frequenz annähern oder sich die Frequenz auf uns überträgt. 

Trotzdem wird der Frosch in Form eines X gefesselt, er bildet das Sekret und dieses wird auf einem Bambusstab gesammelt, welches dann trocknet. Diese Vorstellung finde ich nicht so cool, aber ich möchte daran glauben, dass dieses Tier uns Menschen geschenkt wurde, um uns zu heilen. Ich kann es aber total nachvollziehen, wenn für dich Kambô durch diesen Prozess nicht in Frage kommt und natürlich gibt es auch andere tolle Heilmethoden auf dieser Welt. 

Fazit

Es ist jetzt einige Wochen her seit meiner ersten Kambô-Erfahrung. Nach der Session habe ich gedacht: “Sowas mache ich nie wieder.” Mittlerweile sehe ich das wieder etwas chilliger und denke, dass ich es save nochmal machen werde. Vielleicht sogar mehrere Male. 

Alissa meinte zu mir, dass es die Möglichkeit gibt Kambô dreimal innerhalb eines Mond-Zykluses zu nehmen und dass es besonders kraftvoll für Frauen ist. Darüber denke ich manchmal nach und wenn ich die perfekte Girls-Crew für meine Mission gefunden habe, kann ich mir das auf jeden Fall vorstellen. 

Ich bin dankbar für diese Erfahrung, für die Bewusstseinserweiterung durch Kambô, für meine Guidance vor während und nach dieser Session und es ist für mich auf jeden Fall eine Medizin, die ich mir mal genauer anschauen würde, wenn es mich ruft. 

Wie sind deine Gedanken zu dem Thema? Hast du Fragen? Hast du bereits Kambô genommen und kannst mit uns deine Erfahrung in dem Kommentaren teilen? 

Ich freue mich über unsere Interaktion. 🥰

LOVE
Annmarie

Schreibe einen Kommentar