Vegane Alternativen. Meine Favoriten.

Vegane Alternativen. Meine Favoriten.

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Wir leben in großartigen Zeiten. Zumindest, wenn es um vegane Ersatzprodukte geht. Ich schreibe diesen Artikel, während ich im fernen Bali in meinem Zimmer am Schreibtisch sitze, und keinerlei Möglichkeit sehe, eins dieser köstlichen Produkte sofort in den Mund stecken zu können. I hate my life so much right now.

Aber zurück zu den wirklich wichtigen Dingen. Anscheinend interessierst du dich für eine vegane Lebensweise und weißt noch nicht so genau, wie du das wirklich anstellen solltest. Ich habe die letzten sechs Jahre in Berlin gewohnt, deswegen war es nicht sehr schwer Alternativen zu finden. Vegane Restaurants findest du (quasi) an jeder Ecke und wir können uns sogar mit einem veganen Supermarkt schmücken. Und ehrlich gesagt, war es gar nicht so schwer für mich vegan zu werden und das muss es für dich auch nicht sein.

Ganz „kurz“ zu meiner Story: Es war einmal an einem Tag im Sommer 2016, an dem ich mich extrem, überdurchschnittlich gut gefühlt habe. So gut, dass ich es hinterfragt habe und nach kurzen Überlegen habe ich eine mögliche Antwort gefunden: Eventuell liegt es daran, dass ich gestern aus Versehen vegan gegessen habe. Hmm, vielleicht könnte ich mich immer so fühlen, wenn ich keine tierischen Lebensmittel mehr esse. Ich habe ab diesem Zeitpunkt angefangen zu recherchieren und bis November 2017 hin und wieder eine vegane Woche eingelegt, in der ich dann „streng“ vegan gegessen habe. Danach habe ich immer wieder „normal“ gegessen, aber irgendwann musste ich feststellen, dass ich keine Lust mehr darauf habe, wie ich mich fühle, wenn ich tierische Lebensmittel gegessen habe.

Auf meinem ersten Flug nach Bali Anfang November 2017 gab es im Flugzeug für mich schon veganes Essen, das ich vorbestellt hatte. Trotzdem waren ein Schokopudding und ein Erdbeerjoghurt dabei. Mir war das relativ egal, ich hab ja immer noch alles gegessen, ein paar Tage zuvor sogar zwei Stücke Salami-Pizza. Wenige Stunden später während meinem Stop-Over in Doha dann Magenschmerzen, Durchfall und Co. Das war der Punkt, an dem ich mich entschieden habe keine tierischen Produkte mehr zu konsumieren.

BE BOLD, EAT VIBRANT FOOD.

Es gab bisher ein paar vegetarische Ausnahmen und auch für mich ist es ein Prozess. Ich habe davor sehr gerne Fleisch gegessen, Süßigkeiten en masse und zu meinem Kaffee gab’s einen ordentlichen Schuss Kuhmilch. Natürlich könnt ihr von heute auf morgen vegan werden, aber jeder Schritt tierische Lebensmittel zu reduzieren ist ein JA für eure Gesundheit, die Tiere und unsere Erde.

Ich bin aus gesundheitlichen Gründen vegan geworden, dann war es nach einer Zeit immer mehr der ethische-moralische Aspekt und nun interessiere ich mich viel mehr für Nachhaltigkeit, für die Umwelt, für unseren Planeten. Es ist eine Reise und – neben der Trennung von diversen Typen – die BESTE Entscheidung, die ich jemals getroffen habe.

Hier also ein paar meiner absoluten Favoriten, die euch den Umstieg auf die vegane Ernährung etwas erleichtern sollen.

Fangen wir mit dem Wichtigsten an: Süßigkeiten.

Schokolade.

Eins vorab, ich HASSE schwarze Schokolade. Wenn man als Veganer nur schwarze Schokolade essen könnte, dann hätten wir hier aber ein gewaltiges Problem, beziehungsweise ich 😉 Schon immer mag ich weiße Schokolade, das hat sich auch mit meiner Ernährungsumstellung nicht verändert. Immer mehr Firmen bringen vegane Schokolade auf den Markt. Es ist also gar nicht mehr schwer umzusteigen. Ich weiß auch einfach nicht, warum nicht alle Firmen ihre Schokolade mit Reismilch und Co. machen. Es schmeckt exakt so wie Schokolade eben schmeckt. Aber wir kommen sicherlich diesem Ziel immer näher, denn ich möchte nicht, dass ich Schokolade genieße und davor den armen Kühen unter Angst und Schmerzen ihre Muttermilch abgepumpt wird. Außerdem gibt es gesetzliche Bestimmungen, die regeln sollen wie viel Blut und Eiter in der Milch sein darf. Und ich versteh echt nicht, wer das noch essen oder trinken möchte.

Eis.

Neben vielen Fruchteissorten gibt es endlich auch Unmengen an veganer Eiscreme. Sogar Ben & Jerry’s hat verschiedene vegane Sorten rausgebracht. Supermärkte, Discounter, alle haben veganes Eis. Selbst in der letzten Dorfeisdiele gibt es irgendein veganes Eis. Ich mach mein Eis am liebsten Zuhause, ganz Basic aus gefrorenen Erdbeeren. Hanfsamen sind für mich der perfekte Ersatz für weiße Schokolade als Topping, aber für Einsteiger würde ich das nicht als adäquate Alternative bezeichnen 😉 Ich mag es generell einfach lieber meine Sachen selbst herzustellen, trotzdem sollte immer mindestens eine Sorte im Gefrier bereit stehen, falls der Boyfriend Schluss gemacht hat oder so. Man weiß ja nie, wann der nächste Heulkrampf kommt und man seinen Kopf in einen riesigen Eisbecher begraben will 😉

Milch.

Milch war eine der ersten Sachen, die ich umgestellt habe und ich hatte so meine Probleme damit. Keine Milch-Alternative hat mir geschmeckt und die Konsistenz war mir immer zu wässrig. Heute würde ich niemals Kuhmilch in meinen Kaffee oder Tee gießen. Ich würde ja auch keine Schweinemilch oder Eichhörnchenmilch trinken. Dafür habe ich viel zu geile Alternativen gefunden. Am liebsten mag ich Hafermilch, denn sie schmeckt mir am besten, ich kann sie komplett als Ersatz bei allem verwenden und sie gewinnt den Platz 1 für die beste Ökobilanz. Herzlichen Glückwunsch. Aber Hafermilch ist nicht gleich Hafermilch. Testet euch am besten durch, ich musste auch erst meine perfekten Sorten finden.

Sahne.

Ehrlich gesagt nehme ich fast nie vegane Sahne, aber ihr findet mittlerweile in jedem Supermarkt Hafer-, Soja- oder Kokossahne. Ich mixe am liebsten (eingeweichte) Cashews mit Wasser oder Pflanzenmilch zu einer sahnigen Soße. Bei einem herzhaften Gericht füge ich noch Knoblauch, Zitrone, Hefeflocken und Gewürze hinzu.

Joghurt.

Ähh ja, man könnte vermuten, ich mag eine Marke besonders gern. Mit dem Kokosjoghurt von Harvest Moon habe ich eine besonders innige Beziehung. Manchmal probiere ich günstigere Kokosjoghurt-Sorten aus, aber keiner schmeck so lecker und cremig wie dieser. Früher habe ich extrem viel Joghurt gegessen, manchmal auch einen halben Liter pro Tag. Als ich angefangen habe Milch stark zu reduzieren, habe ich Joghurt fast komplett aus meinem Speiseplan gestrichen. Anfangs habe ich vor allem die Milchprodukte weggelassen, also meistens vegan gegessen, aber mit Fleisch. Dann kam ich irgendwann zu meinen veganen Wochen, wo ich dann strikt vegan gegessen habe. Vor allem der Fleischverzicht ist mir am Anfang noch schwer gefallen – einfach aus Gewohnheit. Deswegen war hin und wieder eine vegane Woche sehr hilfreich, weil ich dann danach immer wieder festgestellt habe, dass mir tierische Produkte vor allem körperlich nicht gut tun.

Käse.

Alle Veganer haben irgendwann mal gesagt, sie könnten niemals auf Käse verzichten. Und obwohl ich nie der absolute Käse-Freak war, würde ich hin und wieder gerne in einen riesigen Babybel beißen. Aber wenn ich mir dann denke, aus was dieses Produkt besteht, ändere ich ganz schnell wieder meine Meinung. Zum Glück kenne ich den Trick für das beste vegane Käsebrot: Geiles Brot, Alsan Bio, eine Prise Himalayasalz, Wilmerburger Käse Natur, ein paar dünne Gurkenscheiben, eine Prise Pfeffer – Voilà, schmeckt wie „früher“. 😀

Hefeflocken geben auch noch ein leicht käsiges Aroma und kommt bei mir in Soßen oder auf gebratenes Gemüse. Es macht sich aber sicherlich auch gut auf Aufläufen, aber ich mache eigentlich nie Aufläufe 😀

Butter.

The One and Only: Alsan Bio. Es gibt meiner Meinung nach keine weitere Alternative, die ich ausprobieren muss oder werde, weil sie einfach wie Butter schmeckt und auch so verwendet werden kann. Auch hier frage ich mich wieder, warum kann nicht einfach jeder diese scheiß vegane Butter nehmen? Ich hasse diesen Margarine-Geschmack und manchmal habt ihr in einem fast veganen Produkt Butter drin und ihr wollt es so gerne essen, aber es ist halt Butter aus Kuhmilch drin….NEE!

Eier.

Ja, vielleicht mag das Ei vom Bauern nebenan nicht allzu schlimm sein, aber bedenkt trotzdem die Problematik mit dem Cholesterin und den Salmonellen. Das Ei kommt aus dem After der Henne – ja, da wo auch ihr Kot rauskommt. Die Nährstoffe im Ei sind natürlich für die Tiere gedacht, die das Ei „produziert“ haben. Wenn es der Henne genommen wird, wird sie ein neues Ei produzieren und ist damit zusätzlichem Stress ausgesetzt. Wie bei allen Themen, informiert euch einfach und entscheidet selbst, ob ihr die Periode von einem anderen Lebewesen essen wollt 😉 Für alle anderen gibt es Kala-Namak-Salz. Am liebsten mache ich mir leckeres Rührei-Tofu oder will unbedingt mal dieses über-geile vegane Spiegelei ausprobieren:

Wurst.

Ey Leute, ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich Lyoner und Bärchenwurst geliebt habe. Ich habe Wurst fast täglich pur gegessen und als Kind habe ich mir mal vorgestellt, wenn ich groß bin, kaufe ich 200g Lyoner beim Metzger und esse sie vor dem Fernseher komplett pur. Das muss man sich mal reinziehen…wtf 😀 Ich kenne eine vegetarische Wurst, die meiner Meinung nach extrem authentisch schmeckt. Als Übergang würde ich also die Vegetarische Schinken Spicker von Rügenwalder empfehlen, wenn es sehr schwer fällt auf Wurst zu verzichten. Aber auch meine anderen Alternativen schmecken richtig geil und sind vegan.

Fleisch.

Wie bereits erwähnt war Wurst meine große Leidenschaft, beim Fleisch sah es nicht anders aus. Mein Lieblingsessen war Rumpsteak, sehr blutig, am besten roh in Form von Carpaccio. Was ich da gegessen habe, war mir selten bewusst: Ein anderes Lebewesen. Heute weiß ich, dass wir Pflanzenfresser sind und Fleisch in meinem Organismus nichts zu suchen hat. Informiert euch bitte vor allem zu dieser Thematik, denn dass der Mensch ein Fleisch- oder Allesfresser ist, stimmt einfach nicht und nur, weil wir etwas können, heißt es nicht, dass wir es sollten. Zum Glück gibt es sehr realistische Alternativen, die man mit gutem Gewissen essen kann.

Fleischersatz: Für den Einsteiger perfekt und auch ich esse ab und zu Fleischersatz. Guckt wie bei allem auf die Inhaltsstoffe, denn Speisesalz, Zucker und Weizeneiweiß versuche ich in Fertigprodukten – und auch sonst in allem – zu vermeiden. Besonders von LikeMeat und ihrer Döner-Variante bin ich überzeugt und findet hin und wieder den Weg in meine Buddha-Bowl.

Für den Einsteiger perfekt und auch ich esse ab und zu Fleischersatz. Guckt wie bei allem auf die Inhaltsstoffe, denn Speisesalz, Zucker und Weizeneiweiß versuche ich in Fertigprodukten – und auch sonst in allem – zu vermeiden. Besonders von LikeMeat und ihrer Döner-Variante bin ich überzeugt und findet hin und wieder den Weg in meine Buddha-Bowl.

Tempeh: Omg, wenn man Tempeh heiraten könnte, ich würde es mir ernsthaft überlegen. Auf Bali esse ich oft Tempeh-Steak in meinem Lieblingswarung (lokales Restaurant), auch toll im Tempeh-Taco oder mixe es in meine Gemüsepfanne. Die fermentierten Sojabohnen sind sehr bekömmlich und keiner muss sich um Proteinmangel sorgen ;

Tofu: Der Klassiker. Am liebsten esse ich Räuchertofu, den ich als kleine Würfel in meine Gemüsepfanne gebe. Wenn ich mal Bock auf Comfort-Food habe, mache ich mir vegane Spaghetti Carbonara mit einer cremigen Soße aus Nüssen (ich bevorzuge 60% Cashews, 40% Mandeln), Hefeflocken, Knoblauch, Zitrone und Nudelwasser. Den Räuchertofu schneide ich in kleine Würfel und brate sie an. Schmeckt zwar nicht wie der Schinken in Spaghetti Carbonara, aber es erinnert zumindest daran. Ziel ist es ja auch nicht alles 1 zu 1 nachmachen zu können. Wir arbeiten hier mit ganz anderen Lebensmitteln, das sollte einem immer bewusst sein. Tofu lässt sich auch easy selbst herstellen, was nochmal eine Menge Plastik spart. Aber hey, eins nach dem anderen. Tofu ist außerdem eine tolle pflanzliche Eiweißquelle und die Möglichkeiten ihn zuzubereiten nahezu unendlich.

Grillparty.

Viele fragen sich außerdem, was sie auf der nächsten Grillparty essen sollen. Keine Sorge, auch daran ist gedacht. Oft bekommt ihr im Supermarkt vegane Würstchen oder – haltet euch fest – vegane Grillmischungen. Im Sommer sollte man eine Packung (oder zwei, drei, vier) immer zuhause haben, denn wer weiß, wann die nächste spontane Grillparty stattfindet und ihr seid immer mit euren Favoriten ausgestattet. Dazu kaufe ich große Pilze, Zucchini, Maiskolben und Tomaten. Meistens hat man aber auch noch was im Kühlschrank, was sich easy auf den Grill werfen lässt. Leckere Soßen wie eine vegane Aioli sind für mich der Inbegriff von perfekter Organisation. Wer die immer im Kühlschrank hat, der hat gewonnen 😀 Ansonsten lässt sich Mayonnaise auch schnell selbst herstellen, im Notfall tut es ja auch Ketchup, Barbecuesauce, Senf und Dutzend weitere Soßen, die sich auftreiben lassen. Ach ja, es gibt ja auch noch so was verrücktes wie einen Salat, denn man zaubern kann. Das Internet bietet glücklicherweise (fast) Milliarden tolle Salatrezepte 😉

So Leute, das hätten wir geschafft. Ihr habt nun einen ausführlichen Einblick in meine Favoriten bekommen und ich konnte euch hoffentlich inspirieren, das ein oder andere auszuprobieren. Die Vorteile von veganer Ernährung motivieren mich täglich auf tierische Produkte zu verzichten und ich fühle mich einfach so viel besser. Allein durch diese Entscheidung hat sich mein Leben auf dermaßen vielen Ebenen verbessert, dass man es einfach selbst ausprobieren muss, um es wirklich verstehen zu können. Wenn ich mich für ein Argument entscheiden müsste, warum ich vegan lebe, dann sind es die negativen Energien, die in den Tieren gespeichert sind. Durch Angst und Stress sind die Lebewesen voll mit negativen Energien, die bei dem Konsum von jenen tierischen Produkten auch den menschlichen Körper beeinflussen.

Was ist eure Intention für eine vegane Ernährung? Welche Produkte könnt ihr empfehlen?

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